Kasachstan
Ländername: Republik Kasachstan; Kasachisch: Kazakstan Respublikasy
Geographische Lage: Zentralasien; nördlichster Ort auf geographischer Höhe von Moskau, südlichster ungefähr auf Höhe von Madrid. Im Norden Waldsteppe, in Zentral- und Westkasachstan besteht mehr als die Hälfte des Territorialgebietes aus Halbwüste und Wüste (die sogenannte Hungersteppe). Im Süden stark vergletschertes Hochgebirge (Alatau, Tien-shan).
Landesfläche: 2.724.900 qkm
Hauptstadt: Astana seit 10.12.97, ca. 600.000 Einwohner
Bevölkerung: 15,4 Mio. Einwohner (Januar 2007) mit über 57% städtischer Bevölkerung. Davon bezeichneten sich 2004 8,72 Mio. oder 57,5% als Kasachen, 4,05 Mio. oder 27% als Russen, 464.351 oder 3,1% als Ukrainer, 232.526 oder 1,5% als Deutschstämmige.
116 offiziell anerkannte Nationalitäten, vor allem Ukrainer, Weißrussen, Uiguren, Usbeken, Koreaner, Tataren, Polen, Dunganen (chinesische Hui), Jakuten, Udmurten u. a.
Die kasachische Titularnation ist mongolisch-türkischer Abstammung.
Landessprachen: Kasachisch (Staatssprache), Russisch (Verkehrssprache)
Geschäftssprache: Russisch
Nationalfeiertag: 16. Dezember
Unabhängigkeit: Unabhängigkeitserklärung 16.12.1991 (Tag der Unabhängigkeit)
Staats-/Regierungsform: Republik mit starker Stellung des Präsidenten (Präsidialsystem), Zwei-Kammer-Parlament mit eingeschränkten Kompetenzen. Begrenzte lokale Selbstverwaltung
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, 30.01.92), UNO (03.03.92), EAPR (Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat), IWF (Internationaler Währungsfonds, 15.07.92), Weltbank (24.07.92), Asiatische Entwicklungsbank ADB (20.01.94), GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten), IOM (Internationale Organisation für Migration), UNDP (Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen), Shanghai Organisation für Zusammenarbeit, CICA (Conference on Interaction and Confidence-building Measures in Asia seit 04.06.2002)
Währung
Bezeichnung:: Tenge (T); 1 Tenge = 100 Tijin
Wechselkurs:: September 2007: 1 US$ = 121,20 T; 1 Euro = 171,38 T
WIRTSCHAFTSLAGE:
Bruttoinlandsprodukt (BIP; nom.)
Mrd. T: 2004: 5.870; 2005: 7.591; 2006: 9.739; 1. Halbjahr 2007: 5.495
Mrd. US$ : 2004: 43,21; 2005: 57,07; 2006: 77,31
Bruttoinlandsprodukt (Veränderung in %, real): 2005: +9,7; +10,6; 2007 (Prognose): +8,6; 2008 (Prognose): +8,9
Inflationsrate (%): 2004: 6,9; 2005: 7,6; 2006: 8,4 (inoffiziell 17 bis 20); 1. Halbjahr 2007: 8,1; 2007 (Prognose): 8,0
Arbeitslosigkeit (%): 2004: 8,4; 2005: 8,1; 2006: 7,8; 1. Halbjahr 2007: 7,3; 2007 (Prognose): 7,6
Die Einfuhr Kasachstans betrug im Jahr 2006 24,12 Milliarden US$, die Ausfuhr lag bei 38,76 Milliarden US$. Die Einfuhr hatte sich somit um 39,0 Prozent gesteigert, die Ausfuhr um 39,2 Prozent.
Die Einfuhrgüter bestanden aus Maschinen, Ausrüstungen (27,4%), Transportmittel (15,7 %), mineralische Produkte (14,3 %), Nichtedelmetalle (13,3 %) sowie Chemikalien (6,9 %) und Nahrungsmitteln (5,8 %).
Die Ausfuhrgüter setzten sich wie folgt zusammen: mineralische Produkte führten mit einem Anteil von 71,9 Prozent gefolgt von Nichtedelmetallen mit 16,1 Prozent und Chemikalien mit 4,1 Prozent.
Haupthandelspartner von Kasachstan war im Jahr 2006 Russland mit 38,3 Prozent. Auf Platz zwei lag die VR China mit 8,1 Prozent gefolgt von Deutschland mit 7,6 Prozent und Italien mit 6,0 Prozent. Die USA war mit 4,7 Prozent vertreten, die Ukraine brachte es auf 4,2 Prozent. Auf Platz sieben war Japan mit 3,9 Prozent zu finden, Platz acht ging an die Türkei mit 2,4 Prozent und den neunten Platz belegte Großbritannien mit 2,1 Prozent.
Der Außenhandel mit Deutschland lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:
Bei der deutschen Einfuhr, die eine Höhe von 3.279 Millionen Euro im Jahr 2006 hatte, belegte Kasachstan Rangstelle 34. Die Einfuhr konnte sich hierbei um 28,8 Prozent steigern. Bei der deutschen Ausfuhr in Höhe von 1.451 Millionen Euro belegte Kasachstan Rangstelle 52. Die Ausfuhr hatte einen Zuwachs um 39,0 Prozent zu verzeichnen.
Das deutsche Haupteinfuhrgut war 2006 Erdöl (89,8 %), gefolgt von NE-Metallen
(5,1 %) und Chemikalien (1,9 %).
Die deutschen Ausfuhrgüter bestanden aus Maschinen (28,4 %), Kfz und -Teile
(16,4 %), Elektronik (8,2 %), Elektrotechnik (7,1 %), Arzneimittel (4,1 %) und Messwaren (4,1 %).
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