Taiwan
Deutschland erkennt Taiwan nicht als selbständigen Staat an und unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan. Es bestehen keine völkerrechtlichen Abkommen. Die Beziehungen konzentrieren sich auf die Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
Geographische Lage: eine Insel vor dem chinesischen Festland im West-Pazifik
Fläche: 36.188 qkm
Bevölkerung: 22,9 Mio. (2007)
Bevölkerungsdichte: 634 Einw./qkm
Hauptstadt: Taipeh
Geschäftssprachen: Chinesisch, Englisch
Rohstoffe
Agrarisch: Fisch, Reis, Zuckerrohr, Obst, Gemüse
Mineralisch: Kohle, Kalkstein, Marmor, Dolomit
Währung
Bezeichnung: 1 New Taiwan Dollar (NT$) = 100 Cents
Wechselkurs: 1 US$ = 30,45 NT$; 1 Euro = 47,63 NT$ (29.04.08)
Jahresdurchschnitt: 2007: 1 US$ = 32,83 NT$; 1 Euro = 45,12 NT$; 2006: 1 US$ = 32,51 NT$; 1 Euro = 40,90 NT$; 2005: 1 US$ = 32,17 NT$; 1 Euro = 39,97 NT$
Wirtschaftslage
Bruttoinlandsprodukt (BIP; nom.)
Mrd. NT$: 2004: 11.066; 2005: 11.421; 2006: 11.859; 2007: 12.964
Mrd. US$: 2004: 331; 2005: 355; 2006: 364; 2007: 383
Bruttoinlandsprodukt (Veränderung in %, real): 2005: +4,2; 2006: +4,9; 2007: +5,7; 2008 (Prognose): +4,3; 2009 (Prognose): +4,0
Inflationsrate (%): 2004: 1,6; 2005: 2,3; 2006: 0,6; 2007: 1,8
Arbeitslosigkeit (%): 2004: 4,4; 2005: 4,1; 2006: 3,9; 2007: 3,9
Taiwans Wirtschaft hatte im Jahr 2007 bei der Einfuhr einen Zuwachs von 8,2 Prozent zu verbuchen und betrug 219,3 Milliarden US$. Die Ausfuhr war um 10,1 Prozent auf 246,7 Milliarden US$ gestiegen.
Zu den Haupteinfuhrgütern zählten Elektronik mit 18,6 Prozent (darunter elektronische Bauelemente mit 14,1 %); Erdöl/ -produkte mit 15,4 Prozent, chemische Erzeugnisse mit 13,1 Prozent, Maschinen mit 9,3 Prozent und NE-Metalle mit 5,2 Prozent.
Zu den Ausfuhrgütern zählten Elektronik mit 29,2 Prozent (darunter elektronische Bauelemente 19,2%, Büromaschinen/EDV 5,1 %) und Chemische Erzeugnisse mit 11,6 Prozent.
Hauptlieferländer waren im Jahr 2007 Japan (21,0 %), die VR China (12,8 %), die USA (12,1 %), Korea (Rep.) (6,9 %) sowie Saudi-Arabien (4,7 %) und Deutschland (3,2 %). Hauptabnehmerländer waren die VR China (25,3 %), Hongkong, SVR (15,4 %), die USA (13,0 %), Japan (6,5 %) und Singapur (4,2 %).
Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland sahen folgendermaßen aus: Die deutsche Einfuhr betrug 2007 5,89 Milliarden Euro und sank somit um 2,6 Prozent. Die deutsche Ausfuhr hingegen stieg um 5,7 Prozent auf 4,79 Milliarden Euro.
Deutsche Einfuhrgüter waren Elektronik mit 47,2 Prozent (darunter: Büromaschinen/EDV mit 13,4 %; Nachrichtentechnik/Radio/TV mit 17,3 %; elektronische Bauelemente mit 16,9 %), Elektrotechnik mit 9,1 Prozent, Metallwaren mit 7,7 Prozent, Maschinen mit 6,8 Prozent sowie Straßenfahrzeuge mit 5,3 Prozent und chemische Erzeugnisse mit 3,5 Prozent.
Bei den deutschen Ausfuhrgütern sah es 2007 wie folgt aus: chemische Erzeugnisse schlugen mit 27,0 Prozent zu Buche, gefolgt von Maschinen mit 21,4 Prozent und Kfz und –Teile mit 9,4. Ebenfalls 9,4 Prozent betrug die Elektronik. Mess- und Regeltechnik brachte es auf 7,5 Prozent, Elektrotechnik auf 6,3 Prozent und Eisen und Stahl auf 2,2 Prozent.
Insgesamt belegte Taiwan bei der deutschen Einfuhr Rangstalle 25, bei der deutschen Ausfuhr Rangstelle 37.
Die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) hat in Taiwan einen Korrespondenten. Taiwan unterhält inoffizielle Vertretungen in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Ein taiwanischer Wissenschaftsreferent ist in Bonn tätig.
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