Kroatien
Offizieller Ländername: Republik Kroatien/Republika Hrvatska
Geographische Lage: Mediterraner, zugleich mitteleuropäischer Staat mit folgenden Nachbarn: Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Italien (Seegrenze). Der größte Teil des Landes ist gebirgig oder hügelig. Vor der Küste liegen zahlreiche Inseln.
Größe: 56.538 qkm
Hauptstadt: Zagreb, etwa 780.000 Einwohner (inklusive Vororte circa 1 Million)
Bevölkerung: 2001: 4,38 Millionen, Tendenz abnehmend: circa 90% Kroaten; 4,5% Serben; 5% sonstige: Bosniaken, Italiener, Ungarn, Albaner, Slowenen, Tschechen, Roma, Montenegriner, Slowaken, Mazedonier. Die Bevölkerung konzentriert sich im Norden und entlang der Küste. Zahlreiche kroatische Staatsangehörige leben im Ausland; in Deutschland waren 2007 225.300 Kroaten gemeldet.
Landessprache: Kroatisch, in Gebieten mit starken ethnischen Minderheiten sind daneben Serbisch, Italienisch, Ungarisch Amtssprache.
Gecshäftssprachen: Kroatisch, Englisch, Deutsch
Nationalfeiertag: 25. Juni, Tag der Unabhängigkeitserklärung 1991
Unabhängigkeit: Unabhängigkeitserklärung am 25.06.1991; Anerkennung durch Deutschland gemeinsam mit anderen Staaten der Europäischen Gemeinschaft am 23.12.1991 mit Wirkung zum 15.01.1992
Staats-/Regierungsform: Parlamentarische Demokratie
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen seit 22.05.1992; seit 1.1.2008 nichtständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat; OSZE seit 22.03.1992; Zentraleuropäische Initiative seit 18.07.1992; Internationaler Währungsfonds (IWF) seit 14.12.1992; Europarat seit 06.11.1996; WTO (Welthandelsorganisation) seit 2000; NATO-"Partnerschaft für den Frieden" seit 25.5.2000; Südosteuropäischer Kooperationsprozess (SEECP); Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit EU am 29.11.2001 unterzeichnet; seit 01.02.2005 in Kraft; seit 17./18.06.2004 Beitrittskandidat zur Europäischen Union; 3.10.2005 Beginn der Beitrittsverhandlungen; 27.02.2008 Gründung des Regionalen Koperationsrats (RCC) als Nachfolgeorganisation des Stabilitätspaktes: Kroatien stellt den ersten Generalsekretär des RCC; 03.04.2008 offizielle Einladung zum NATO-Beitritt, 09.07.2008 Unterzeichnung des NATO-Beitrittsprotokolls
Rohstoffe:
Agrarisch: Südfrüchte, Getreide, Viehwirtschaft
Mineralisch: Bauxit, Kalzium, Eisen, Silikat, Glimmererde, Ton und Erden, Salz, Erdöl, Steinkohle, Naturasphalt
Währung
Bezeichnung: Kuna (K), 1 K = 100 Lipa
Wechselkurs: Ende September2008: 1 US$ = 4,9724K; 1 Euro = 7,1100K; 2007: 1 US$ = 5,3775 K; 1 Euro = 7,3350 K; 2006: 1 US$ = 5,8392 K; 1 Euro = 7,3228 K
Wirtschaftslage
Bruttoinlandsprodukt (BIP; nom.)
Mrd. Kuna 2006: 250,6; 2007: 275,1; 2008 (Schätzung): 306,5; 2009(Prognose): 330,4
Mrd. Euro 2006: 34,2; 2007: 37,5; 2008 (Schätzung): 44,4
Bruttoinlandsprodukt (Veränderung in %, real): 2005: +4,3; 2006: +4,8; 2007: +5,6; 2008 (Schätzung): +3,5; 2009 (Prognose): +3,0
Inflationsrate (%): 2005: 3,3; 2006: 3,2; 2007: 2,9; 2008 (Schätzung): 5,5; 2009 (Prognose): 4,0
Arbeitslosigkeit (nach ILO in %): 2005: 12,7; 2006: 11,2; 2007: 10,0; 2008 (Schätzung): 9,8; 2009 (Prognose): 9,4
Kroatiens Ausfuhr lag 2007 bei 9.004 Millionen Euro und war damit um 9,1 Prozent gewachsen. Die Einfuhr hatte einen Zuwachs von 10,1 Prozent erfahren und lag bei 18.833 Millionen Euro.
Haupteinfuhrgüter waren Erdöl und Erdölderivate (11,7 %), chemische Erzeugnisse (11,0 %), Straßenfahrzeuge (9,3 %), Nahrungsmittel und lebende Tiere (6,9 %), Eisen und Stahl (5,1 %), Spezialmaschinen (4,6 %) sowie Nachrichtentechnik, Radio und TV (3,2 %).
Zu den Hauptausfuhrgütern zählten Maschinen und Fahrzeuge (31,0 %), Vorerzeugnisse (15,4 %), chemische Erzeugnisse (9,4 %), Erdöl und Erdölderivate (9,3 %), Nahrungsmittel und lebende Tiere (8,1 %), Rohstoffe (6,4 %) und Bekleidung (4,7 %).
Hauptlieferländer Kroatiens sind Italien (16,1 %), Deutschland (14,4 %), Russland (10,1 %), die VR China (6,2 %), Slowenien (5,9 %), Österreich (5,3 %) und Ungarn (2,9 %) gewesen.
Zu Kroatiens Abnehmerländern zählten Italien mit 19,2 Prozent, Bosnien und Herzegowina mit 14,4 Prozent, Deutschland mit 10 Prozent, Slowenien mit 8,3 Prozent, Österreich mit 6,1 Prozent, Serbien und Montenegro mit 5,4 % und die USA mit 2,8 Prozent.
Der Handel zwischen Kroatien und Deutschland lässt sich auf folgende Zahlen bringen: Die deutsche Einfuhr betrug 2007 770,3 Millionen Euro und war um 3,8 Prozent gefallen. Die deutsche Ausfuhr hingegen war um 4,1 Prozent auf nun 2.751,6 Millionen Euro gestiegen.
Zu den deutschen Einfuhrgütern gehörten Maschinen (20,1 %), Textilien und Bekleidung (19,3 %), Elektrotechnik (7,3 %), Metallwaren (5,9 %), chemische Erzeugnisse (5,0 %), Rohstoffe (3,7 %) sowie Mess- und Regeltechnik (3,7 %).
Die Menge der deutschen Ausfuhrgüter bestand aus Kfz und -Teilen mit 19,1 Prozent, Maschinen mit 15,1 Prozent, chemischen Erzeugnissen mit 13,5 Prozent, Textilien und Bekleidung mit 6,4 Prozent, Elektronik mit 5,9 Prozent und Elektrotechnik mit 5,6 Prozent. Insgesamt belegte Kroatien bei der deutschen Einfuhr Rangstelle 63 und bei der Ausfuhr Rangstelle 43.
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