Polen
Offizieller Ländername: Republik Polen (Rzeczpospolita Polska)
Lage: Nord-Süd zwischen Ostsee und Beskiden, Ost-West zwischen Oder/Neiße und Bug
Größe: 312.679 qkm
Hauptstadt: Warschau (Großraum) mit ca. 2,4 Millionen Einwohnern
Bevölkerung: 38,12 Millionen (2006)
Landessprache: Polnisch
Geschäftssprachen: Polnisch, Englisch, Deutsch
Nationaltag: 3. Mai (erste polnische Verfassung 1791); 11. November (Unabhängigkeit 1918)
Staats-/Regierungsform: Parlamentarische Demokratie mit Zweikammerparlament
Mitgliedschaften in internationalen Organisationen: EU, ILO, IMF, UNO, UNESCO, FAO, UNICEF, WHO, UNHCR, ITU, GATT, WMO, UPU, OSShD, ICAO, IMO, UNCTAD, UNDP, UNIDO, WIPO, INTERSPUTNIK, UNEP, IBSFC, HELCOM, OSCE, IFC, Weltbank, EBRD, Europarat, Ostseerat, CEFTA, OECD, NATO
EU-Beitritt: 2004
Rohstoffe
Agrarisch: Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Kartoffeln
Mineralisch: Blei, Kupfer, Schwefel, Silber, Zink, Erdgas, Salz, Steinkohle, Braunkohle
Währung
Bezeichnung: Zloty (Zl); 1 Zl = 100 Groszy; Konvertibilität seit Juni 1995
Wechselkurs: März 2008: 1 Euro = 3,5258 Zl; 1 US$ = 2,2305 Zl; 2007: 1 Euro = 3,7796 Zl; 1 US$ = 2,7686 Zl; 2006: 1 Euro = 3,8958 Zl; 1 US$ = 3,1047 Zl; 2005: 1 Euro = 4,0230 Zl; 1 US$ = 3,2347 Zl
Wirtschaftslage
Bruttoinlandsprodukt (BIP; nom.)
Mrd. Zl: 2004: 924,5; 2005: 983,3; 2006: 1.060,2; 2007:1.162,9
Mrd. Euro: 2004: 204,3; 2005: 244,4; 2006: 272,1; 2007: 307,8
Bruttoinlandsprodukt (Veränderung in %, real): 2005: +3,6; 2006: +6,2; 2007: +6,5; 2008 (Prognose): +5,3; 2009 (Prognose): +5,0
Inflationsrate (%): 2005: 2,1; 2006: 1,0; 2007: 2,5
Arbeitslosigkeit (Jahresende %): 2005: 17,6; 2006: 14,9; 2007: 11,4
Polens Wirtschaftswachstum belief sich im letzten Jahr auf 6,5 Prozent, dieses Jahr erwarten Experten 5,3 Prozent.
Die Gesamteinfuhr betrug im Jahr 2007 118.770,8 Millionen Euro, die Ausfuhr lag bei 101.142,5 Millionen Euro. Die Einfuhr hatte sich so um 17,8 Prozent, die Ausfuhr um 15 Prozent vergrößert.
Hauptsächlich im Technik- und Chemiesektor sind die Einfuhrgüter des Jahres 2007 anzusiedeln: Maschinen und Transportausrüstungen (38,2 %), Chemikalien und verwandte Produkte (16,3 %), Metallurgische Produkte (12,6 %) und Mineralische Brennstoffe und Schmiermittel (11,0 %).
Bei den Ausfuhrgütern handelte es ebenfalls um Maschinen und Transportausrüstungen mit 42,3 Prozent, Metallurgische Produkte mit 13,3 Prozent, Chemikalien und verwandte Produkte mit 11,6 Prozent sowie Nahrungsmittel und lebende Tiere mit 9,9 Prozent.
Polens Hauptabnehmerländer waren im Jahr 2007 Deutschland (25,8 %), Italien
(6,8 %), Frankreich (6,0 %), Großbritannien (5,9 %), Tschechische Republik (5,5 %), Russland (4,6 %) sowie die Ukraine (4,0 %) und die Niederlande (3,8 %).
Bei den Hauptlieferländern dominieren ebenfalls die direkten Nachbarländer: Deutschland ist hier mit 23,9 Prozent an erster Stelle vertreten gefolgt von Russland mit 8,8 Prozent. China bringt es auf 7,2 Prozent gefolgt von Italien (6,8 %) und Frankreich (5,1 %).
Der Außenhandel mit Deutschland bewegt sich auf hohem Niveau: so belegte Polen im vergangenen Jahr bei der deutschen Einfuhr Platz 12, bei der Ausfuhr reichte es sogar für Platz 10.
Die deutsche Einfuhr betrug 2007 24.123 Millionen Euro und verzeichnet damit einen Zuwachs um 13,6 Prozent. Die deutsche Ausfuhr lag bei 36.083 Millionen Euro und stieg so um 25,1 Prozent.
Bei den deutschen Einfuhrgütern handelte es sich 2007 um Maschinen (11,3 %), Kfz u. -Teile (11,3 %), Möbel (8,3 %), Elektrotechnik (7,9 %), Nahrungsmittel (7,7 %), Metallwaren (4,7 %), Chemische Erzeugnisse (4,6 %), Nichtedelmetalle (4,3 %), Eisen/Stahl (3,6 %), Rohstoffe (3,5 %), Textilien/Bekleidung (3,2 %) sowie Papier/Pappe (2,1 %) und Elektronik (1,5 %).
Die deutschen Ausfuhrgüter setzten sich wie folgt zusammen: Maschinen
14,0 Prozent, chemische Erzeugnisse 12,7 Prozent, Kfz und -Teile 12,1 Prozent, Elektronik 7,9 Prozent, Elektrotechnik 5,4 Prozent, Metallwaren 4,9 Prozent und Eisen und Stahl 4,5 Prozent.
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