Tschechische Republik
Offizieller Ländername: Tschechische Republik (Česká republika)
Geographische Lage: zwischen 12 und 19 Grad östlicher Länge sowie 48 und 51 Grad nördlicher Breite. Tschechien grenzt an Deutschland (ca. 815 km) sowie an Österreich, Polen und die Slowakei.
Größe: 78.866 qkm
Hauptstadt: Prag mit 1,3 Mio. Einwohnern
Bevölkerung: 10,35 Mio. (130 Einwohner pro qkm), Wachstumsrate -0,1%, ethnische Zusammensetzung 90,1% Tschechen, 3,7% Mährer und Schlesier, 1,8% Slowaken, 0,5% Polen, 0,4% Deutsche, 3,4% andere. Schätzungsweise leben ca. 300.000 Roma in Tschechien (3,0%)
Landessprache: Tschechisch
Geschäftssprache: Tschechisch, Deutsch, Englisch
Nationalfeiertag: 28. Oktober
Staatsgründung: 28. Oktober 1918: Gründung der Tschechoslowakischen Republik, 16. Juni 1960: Umbenennung in Tschechoslowakische Sozialistische Republik (ČSSR), 29. März 1990: nach "Samtener Revolution" Umbenennung in Tschechoslowakische Föderative Republik (ČSFR), 1. Januar 1993: Nach einvernehmlicher Trennung Entstehung der Tschechischen Republik (Auflösung der ČSFR).
Staats-/Regierungsform: Parlamentarische Demokratie mit Zweikammerparlament
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Europäische Union, Vereinte Nationen (und Sonderorganisationen außer IFAD - Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung), NATO, WTO (Welthandelsorganisation), OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), Europarat, OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), CEFTA (Zentraleuropäisches Freihandelsabkommen)
EU-Beitritt: 1.05.2004
Währung:
Bezeichnung: Tschechische Krone (Kc); 1 Kc = 100 Heller
Wechselkurs: Ende September 2008: 1 US$ = 17,26 Kc; 1 Euro = 24,67 Kc; 2007: 1 US$ = 20,31 Kc; 1 Euro = 27,75 Kc; 2006: 1 US$ = 22,61 Kc; 1 Euro = 28,32 Kc
Wirtschaftslage
Bruttoinlandsprodukt (BIP; nom.)
Mrd. Kc 2005: 2.983,9; 2006: 3.215,6; 2007: 3.530,2
Mrd. Euro 2005: 100,2; 2006: 113,5; 2007: 127,2
Bruttoinlandsprodukt (Veränderung in %, real): 2005: +6,3; 2006: +6,8; 2007: +6,6; 2008 (Schätzung): +4,4; 2009 (Prognose): +3,7
Inflationsrate (%): 2005: 1,9; 2006: 2,5; 2007: 2,8; 2008 (Schätzung): 6,4; 2009 (Prognose): 2,9
Arbeitslosigkeit (%): 2005: 7,9; 2006: 7,1; 2007: 5,3; 2008 (Schätzung): 4,4; 2009 (Prognose): 4,4
Die Außenwirtschaft der tschechischen Republik lässt sich wie folgt beschreiben: Die Einfuhr hatte einen Wert von 86.238 Millionen Euro und war um 16 Prozent gestiegen, die Ausfuhr lag bei 89.396 Millionen Euro und war um 18 Prozent gestiegen.
Haupteinfuhrgüter waren 2007 Elektronik (14,1 %), Maschinen (12,0 %), Chemikalien und chem. Erzeugnisse (9,4 %), Brenn-, Schmierstoffe (9,0 %), Kfz und -Teile (8,7 %), Elektrotechnik (7,1 %), Eisen und Stahl (5,9 %), Nahrungsmittel, Getränke, Tabak (5,0 %) und Metallwaren (4,3 %).
Hauptausfuhrgüter waren Kfz und -Teile mit 16,6 Prozent, Maschinen mit 14,0 Prozent, Elektronik mit 13,7 Prozent, Elektrotechnik mit 8,5 Prozent, Chemikalien und chem. Erzeugnisse mit 5,8 Prozent, Metallwaren mit 5,6 Prozent sowie Eisen und Stahl mit 4,6 Prozent.
Hauptlieferländer der tschechischen Republik sind Deutschland (28,2 %), die VR China (7,8 %), Polen (5,8 %), Slowakei (5,4 %), Italien (4,8 %), Russland (4,7 %), Frankreich (4,6 %), die Niederlande (3,9 %), Österreich (3,8 %) und Japan (3,3 %).
Die Hauptabnehmerländer der tschechischen Republik war Deutschland mit einem Anteil von 30,9 Prozent vor der Slowakei mit 8,8 Prozent und Polen mit 6,0 Prozent. Frankreich lag mit 5,4 Prozent auf dem vierten Platz gefolgt von Großbritannien (5,0 %), Italien (4,9 %) und Österreich (4,7 %).
Der Handel mit Deutschland lässt sich auf folgende Zahlen bringen: Die deutsche Einfuhr betrug 2007 25.870 Millionen Euro und war um 18 Prozent gestiegen. Die deutsche Ausfuhr lag nach einer Steigerung um 16 Prozent bei 26.095 Millionen Euro.
Die Menge der Einfuhrgütern bestand aus Kfz und -Teilen mit 16,8 Prozent, Maschinen mit 14,2 Prozent, Elektrotechnik mit 10,9 Prozent, Elektronik mit 7,5 Prozent, Metallwaren mit 5,6 Prozent, chemischen Erzeugnissen mit 3,9 Prozente sowie Eisen und Stahl mit 3,0 Prozent.
Deutsche Ausfuhrgüter waren Maschinen (15,2 %), Kfz und -Teile (12,2 %), chemische Erzeugnisse (10,5 %), Elektrotechnik (8,6 %), Elektronik (6,6 %), Metallwaren (5,5 %), Eisen und Stahl (5,1 %) und Nahrungsmittel (3,2 %).
Insgesamt belegte die tschechische Republik bei der deutschen Einfuhr Rangstelle 11 und bei der deutschen Ausfuhr Rangstelle 13.
Auslandshandelskammer
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