Türkei
Offizieller Ländername: Republik Türkei (Türkiye Cumhuriyeti)
Lage: zu drei Prozent in Europa ("Thrazien"), zu 97 Prozent in Kleinasien ("Anatolien")
Landesfläche: 814.578 qkm, dies entspricht etwa der 2,3-fachen Größe Deutschlands
Hauptstadt: Ankara (ca. 3,6 Mio. Einwohner)
Bevölkerung: 70,58 Mio. Einw. (2007)
Landessprache: Türkisch. In weiten Teilen des Südostens und Ostens werden auch verschiedene kurdische Dialekte gesprochen.
Nationalfeiertag: 29. Oktober, "Tag der Republik" (Ausrufung der Republik durch Atatürk 1923)
Staats-/ Regierungsform: Republik/parlamentarische Demokratie
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen (1945) mit Sonderorganisationen; NATO (1952); Europarat (1949); OECD (1948); Organisation Islamische Konferenz (OIC, 1969); KSZE/OSZE (1973); EG-Assoziierungs-Abkommen (1963); EU-Zollunion seit 01.01.1996; assoziiertes Mitglied der WEU (1995-2000)
Währung: 1 TRY (neue türkische Lira) = 100 Kuruş; 1 EUR = 2,01 TRY; 1 TRY = 0,49751 EUR
Wirtschaftslage
Bruttoinlandsprodukt (BIP; nom.)
(Mrd. YTL): 2004: 559,0; 2005: 648,9; 2006: 758,4; 2007 : 856,4
(Mrd. US$): 2004: 390,4; 2005: 481,5; 2006: 526,4; 2007: 658,8
Bruttoinlandsprodukt (Veränderung in %, real): 2004: +11,02; 2005: +14,9; 2006: +8,74; 2007: +5,0
Inflationsrate (%): 2004: 9,3; 2005: 7,7; 2006: 9,9; 2007: 8,4
Arbeitslosenquote (%): 2004: 10,3; 2005: 10,3; 2006: 9,9; 2007: 9,9
Fünf Jahre satte Zuwachszahlen haben das Vertrauen in die Türkei bestätigt. Auch boomt der Außenhandel wie noch nie. Auf rekordverdächtige 70 Milliarden Euro beläuft sich mittlerweile das Exportvolumen, 80 Prozent davon entfallen auf industrielle Erzeugnisse.
Auch in schwierigen Zeiten erweist sich die Wirtschaft der Türkei als äußerst solide. Um fünf Prozent legte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2007 zu, und alles deutet darauf hin, dass ein ähnliches Plus auch für das Jahr 2008 zu erwarten ist.
Hauptlieferländer waren 2007 Russland (13,8 %), Deutschland (10,8 %); die VR China (7,8 %) und Italien (5,9 %).
Hauptabnehmerländer waren Deutschland (11,2 %), das Vereinigte Königreich
(8,0 %), Italien (7,0 %) und Frankreich (5, 6 %).
Nach NRW gingen 2007 türkische Produkte im Wert von 2,4 Milliarden Euro. In umgekehrter Richtung konnten Waren für über 3,6 Milliarden Euro exportiert werden – mehr als doppelt soviel wie noch vor sieben Jahren. Das dynamische Wachstum insbesondere in den Schlüsselindustrien Automobil sowie Wohnungs- und Schiffsbau bringt auch eine verstärkte Nachfrage nach modernen Technologien für die Metallverarbeitung mit sich. Für fast eine Milliarde Euro wurden entsprechende Maschinen zuletzt importiert.
Das nach wie vor hohe Bevölkerungswachstum und der gestiegene Wohlstand sorgen dafür, dass verstärkt in den Wohnungsbau und die Verbesserung der Infrastruktur investiert wird. So wurden im Jahr 2006 zwei Milliarden Dollar in der Türkei für Heizungs- und Klimatechnik ausgegeben. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Experten rechnen mit Zuwachsraten von mindestens
15 Prozent pro Jahr.
Allein bei Erdgasheizungen wird angesichts des Ausbaus der landesweiten Gasversorgung mit einer Verdopplung der Absatzzahlen auf über 800.000 Stück im Jahr 2010 gerechnet. Moderne Anlagen mit hoher Energieeffizienz und Wärmeergiebigkeit sind hierbei sehr gefragt.
Mit Umsätzen von rund 180 Millionen Euro und einem jährlichen Plus von
15 Prozent und mehr verzeichnet der Markt für Schweißtechnik eine Sonderkonjunktur. Komplexe Anlagen müssen mangels lokaler Fertigung aus dem Ausland bezogen werden. Auch das Segment Werkzeugmaschinen mit seinem Marktvolumen von rund 800 Millionen Euro verzeichnet etwa 80 Prozent Importe. Deutsche Hersteller haben aufgrund ihres guten Rufes und einer starken Systemintegration der türkischen Industrie mit Deutschland hervorragende Karten.
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