Ukraine
Offizieller Ländername: Ukraine (ukrainisch: Ukrajina)
Lage: zwischen 22 Grad und 40 Grad östlicher Länge sowie 45 Grad und 52 Grad nördlicher Breite
Geographie: Im Westen prägen die Berge der Karpaten (bis 2000 m) die Landschaft, auf der südlichen Halbinsel Krim das Krimgebirge (bis 1500 m). Rest des Landes flach oder leicht hügelig. Im Norden waldreich, nach Südosten bergan zu Steppenlandschaft. Im Süden über 1000 Kilometer Küste zum Schwarzen Meer. Der Dnipro (Dnjepr) durchfließt das Land von Nord nach Süd.
Landesfläche: 603.700 Quadratkilometer (nach Russland das größte Land Europas)
Hauptstadt: Kiew (ca. 2,6 Mio. Einwohner)
Bevölkerung: 46,615 Millionen
Landessprache: Staatssprache Ukrainisch, Verkehrssprache auch Russisch, im Süden und Osten überwiegend Russisch
Nationalfeiertag: 24. August, Tag der Unabhängigkeit (1991)
Staats-/Regierungsform: Parlamentarisch-präsidiale Republik
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen seit 1945 (Gründungsmitglied), UNESCO (1954), IAEO (1957), ILO (1954), ITU (1948), UPU (1947) OSZE, GUS, seit 1992 IWF, Weltbank, Interpol, EBWE, ICAO, WHO, Europarat (8. November 1995), GUAM (Georgien-Ukraine-Aserbaidschan-Moldau-Allianz), Zentraleuropäische Initiative, Schwarzmeer-Kooperationsrat.
Währung: Hrywnja (UAH); 1 Euro = ca. 7,40 UAH (Stand: März 2007)
Wirtschaftslage
Bruttoinlandsprodukt (BIP; nom.)
Mrd. Griwna 2005: 424,7; 2006: 535,9; 2007:709,4
Mrd. US$ 2005: 82,9; 2006: 106,1; 2007: 140,5
Bruttoinlandsprodukt (Veränderung in %, real): 2004: +5,2; 2005: +9,6; 2006: +12,1; 2007: +3
Inflationsrate (%): 2005: 10,3; 2006: 11,6; 2007: 16,6; 2008: 17,2 (Prognose)
Arbeitslosigkeit (nach ILO, %): 2005: 7,2; 2006: 6,8; 2007: 6,4; 2008: 6,4 (Prognose)
Ungeachtet aller politischen Turbulenzen geht es mit der ukrainischen Wirtschaft weiter bergauf. Nach einem beeindruckenden Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von acht Prozent im Jahr 2007 wird für das Jahr 2008 mit einem Plus von mindestens sechs Prozent gerechnet. Insbesondere der Handel mit dem Ausland brummt.
So importierte die Ukraine im ersten Halbjahr 2007 Waren im Werte von
27,3 Milliarden Dollar – ein Plus gegenüber dem Vergleichszeitraum 2006 um sagenhafte 33,8 Prozent. Das Exportvolumen stieg ebenfalls um beeindruckende 32,9 Prozent auf 23,1 Milliarden Dollar. Der Wandel in der Ukraine ist überall zu spüren, auch im
Bergbau – traditionell eine der Säulen der Wirtschaft des Landes. 18 Kohlebergwerke und vier Bergbaumaschinenhersteller stehen kurz vor der Privatisierung. Ebenso planen alle großen Eisenerzminen aufgrund der steigenden Nachfrage nach Rohstoffen aus Asien ihre Kapazitäten aufzustocken.
Bereits 2006 importierte die Ukraine deshalb Spezialmaschinen im Wert von
1,59 Milliarden Dollar, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von über 44 Prozent.
Zu den Haupteinfuhrgütern 2007 zählten Primärenergieträger/mineralische Produkte (28,5 %), Maschinen/ elektrotechnische Erzeugnisse (17,4 %), Fahrzeuge (13,5 %) sowie Chemikalien (8,8 %) und Nahrungs-/Genussmittel (6,8 %).
Zu den Ausfuhrgütern des letzten Jahres zählten Fe-Metalle/Fe-Erzeugnisse mit
39,9 Prozent, Nahrungs-/Genussmittel mit 12,7 Prozent, Maschinen/elektrotechnische Erzeugnisse mit 10,1 Prozent, Primärenergieträger/mineralische Produkte mit
8,7 Prozent sowie Chemikalien mit 8,2 Prozent.
Platz eins bei den Hauptliefer- und Hauptabnehmerländern belegte Russland. Auf Hauptlieferländerseite folgten Deutschland (9,6 %), Turkmenistan (7,0 %) und die VR China (5,5 %), auf Hauptabnehmerländerseite die Türkei (7,4 %), Italien (5,4 %) und Polen (3,3 %).
Insgesamt gestaltete sich der Handel zwischen Deutschland und der Ukraine folgendermaßen: die deutsche Einfuhr betrug 2007 1.499,7 Millionen Euro, die Ausfuhr lag bei 5.923,9 Millionen Euro. Die Ausfuhr wuchs damit um 19,7 Prozent und die Einfuhr um 15,8 Prozent.
Die Ukraine belegte damit Platz 48 bei der deutschen Einfuhr und Platz 32 bei der deutschen Ausfuhr.
Zu den deutschen Einfuhrgütern 2007 zählten Eisen u. Stahl mit 21,0 Prozent, Textilien u. Bekleidung mit 16,0 Prozent, Rohstoffe mit 11,6 Prozent, Chemikalien mit
11,4 Prozent und Elektrotechnik mit 11,2 Prozent.
Bei den Ausfuhrgütern handelte es sich hauptsächlich um Maschinen (22,4 %), Chemikalien (16,2 %), Kfz und –Teile (14,4 %), Elektronik (11,1 %) und Elektrotechnik (6,7 %).
Auslandshandelskammer
Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Ukraine
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01004 KIEW
UKRAINE
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