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Germotec GmbH in Krefeld

Branche:

Dienstleistungen/Project-Banking

Gründungsjahr:

1976

Mitarbeiter:

3

Internet:

www.germotec.eu

Die Germotec GmbH ist ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich Project-Banking. Sie übernimmt und koordiniert bei komplexen Exportgeschäften die Abwicklung der finanziellen Abläufe. Dabei hat sich Germotec auf Geschäftsbeziehungen mit türkischen Unternehmen spezialisiert.

"Persönliche Kontakte sind die Basis fürs Türkeigeschäft"

Exportspezialist Oliver Gosejacob nutzt die Unternehmerreise zur Investitionsgütermesse WIN in Istanbul, um seine Kontakte zu türkischen Partnerfirmen zu festigen und um neue Verbindungen aufzubauen.

Oliver Gosejacob ist mehrfach im Jahr in der Türkei, denn der Geschäftsführer der Germotec GmbH in Krefeld unterstützt türkische Unternehmen bei der finanziellen Abwicklung von Warenlieferungen aus Deutschland und Europa in die Türkei. Dennoch nahm er auch gerne an der von NRW.International angebotenen Unternehmerreise zur Maschinenbaumesse WIN teil: „Sie öffnet Türen und erschließt sonst nur schwer erreichbare Gesprächspartner.“

Warum lohnt es sich für mittelständische Firmen, jetzt die Türkei als Auslandsmarkt zu erschließen, Herr Gosejacob?

Der türkische Markt ist deutlich dynamischer als in Europa. Er eröffnet deshalb deutschen Firmen viele interessante Geschäftschancen. Anbietern von Spezialprodukten und Spezialmaschinen bieten die Ausweitung von Produktionskapazitäten und die Modernisierung bestehender Produktionsanlagen ein gutes Absatzpotenzial.

Mit seiner jungen Bevölkerung ist der türkische Markt zudem begeisterungsfähig für innovative Lösungen und äußerst interessiert an deutscher Technik. Schließlich können Firmen über die Zusammenarbeit mit türkischen Partnern oftmals die Produktionskosten minimieren. Ich finde, das sind für Unternehmen sehr gute Gründe, jetzt aktiv zu werden.

Viele deutsche Unternehmen scheuen indes vor dem türkischen Mark noch zurück. Was ist dort im europäischen Vergleich anders?

Firmen müssen neben einem exzellenten Produkt auch Geduld und ein gutes Gespür mitbringen. In der Türkei entstehen Geschäftsbeziehungen selten beim ersten Treffen. Sie basieren zu einem großen Teil auf einer persönlichen Beziehung der Partner. Deshalb ist es entscheidend, die Bedürfnisse des Geschäftspartners genau zu ergründen. Erreicht man aber eine Verbindung, in der beide Partner zufrieden sind, ist die Beziehung häufig langfristig und stabil.

Kennen Sie ein Erfolgsrezept für die Geschäftsanbahnung mit türkischen Unternehmen?

Viele Geschäfte laufen in der Türkei über persönliche Empfehlungen. Wenn man als alleinige Person irgendwo auftaucht und ein Geschäft anbietet, ist es sehr schwierig erfolgreich zu werden. Firmen sollten deshalb gute Kontakte zu Personen oder Organisationen haben, die – ohne direkt in das Geschäft involviert zu sein – vermittelnd tätig sind.

Ein solcher Vermittler ist auch hilfreich, wenn es bei der Abwicklung des Auftrags zu Problemen kommt. Aufgrund von Missverständnissen können sich die Fronten zwischen den Vertragspartnern sonst schnell verhärten.

Wie kommen Firmen an einen guten Vermittler?

Wer über NRW.International an einer Unternehmerreise oder an einem Messeauftritt teilnimmt, hat bereits einen guten Partner an seiner Seite. NRW.International holt Organisatoren mit ins Boot, die vor Ort hervorragende Arbeit leisten. Bei türkischen Unternehmen genießen die Deutsche Außenhandelskammer und das Deutsch-Türkische Handelsbüro – das sind die Organisatoren vor Ort - einen exzellenten Ruf. Wenn sie sich für eine deutschen Firma stark machen, ist das für diese schon eine hervorragende Empfehlung. Für die finanzielle Abwicklung von Projekten bieten wir uns selbst als Service-Partner gerne an.

Wir arbeiten seit mehr als 30 Jahren mit türkischen Unternehmen zusammen. Was hat Sie daran gereizt, auch an einer Unternehmerreise zur Maschinenbaumesse WIN teilzunehmen?

Eine organisierte Reise öffnet Türen und erschließt Gesprächspartner, die sonst nur schwer erreichbar sind. Ich führe unsere Firma nun in der zweiten Generation und freue mich, unser Netzwerk in der Türkei zu beleben und auszuweiten. So hatte ich unter anderem Gelegenheit ausgiebig mit den Repräsentanten der Commerzbank und der Deutschen Bank in Istanbul zu sprechen.

Darüber hinaus sind die Kontakte innerhalb der Gruppe äußerst nützlich. Alle Reiseteilnehmer verfolgen das gleiche Ziel, ohne in Konkurrenz zueinander zu stehen. Daraus ergeben sich vielfältige Denkspiele, den Markt gemeinsam anzugehen: Ein Unternehmen könnte beispielsweise ein Büro in der Türkei aufmachen, ein zweites kümmert sich um die Produktion, wieder ein anderes um den Service, und ein Unternehmen übernimmt die Logistik. Das wäre ein Erfolg versprechendes Vorgehen.

Wie groß war die Unternehmerdelegation bei Ihrer Reise?

Im Jahr 2010 nahmen etwa 20 mittelständische Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen an der Reise teil. Bei einem Ausstellerabend trafen wir zudem mit 20 weiteren Unternehmen zusammen, die auf einem NRW-Gemeinschaftsstand ihre Maschinen und Anlagen präsentierten.

Welche Kontaktmöglichkeiten haben die Teilnehmer?

Auf der Messe selbst gibt es viele Gelegenheiten mit potenziellen türkischen Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen.

Zudem hatte DTH International, das in Neuss angesiedelte Deutsch-Türkische Handelsbüro, im Vorfeld türkische Firmen angesprochen und dazu eingeladen, mit den Delegationsteilnehmern direkte Gespräche zu führen. Dazu bekamen die türkischen Firmen vorab eine Broschüre mit einem kurzen Firmenportrait aller Reiseteilnehmer in englischer und türkischer Sprache. Ich hatte vier solcher Kontaktgespräche, andere Reiseteilnehmer bis zu zehn.

Wie laufen die Gespräche auf dieser Kooperationsbörse ab?

Es sind Einzelgespräche zwischen dem türkischen und dem deutschen Unternehmen. Dabei versuchen beide Parteien auszuloten, in welchen Punkten es gleich gelagerte Interessen und Synergien gibt. Das Gespräch kann in zehn Minuten beendet sein, wenn sich herausstellt, dass nur geringe Berührungspunkte bestehen. Bei gewecktem Interesse kann es aber auch bis zu einer Stunde dauern. Dabei gibt es keinen festen Zeitplan.

Was ist dabei für Ihr Unternehmen herausgekommen?

Wir sind beispielsweise mit einem türkischen Metallbauer ins Gespräch gekommen, der in Europa Waren einkaufen will um sie dann in osteuropäische Länder weiterzuverkaufen. Er braucht Unterstützung im Finanzbereich – also komplexe Akkreditive. Diese Leistung können wir ihm bieten, denn das ist unser Business.

   

Messetipp

Unter dem Logo „World of Industrie“ finden in Istanbul jedes Jahr kurz nacheinander zwei Messen statt – die WIN 1 ist auf den Bereich Maschinenbau spezialisiert, die WIN 2 hat Elektrotechnik als Schwerpunkt.

Auf beiden Messen bekommen deutsche Firmen einen guten Überblick über den Stand der Technik in der Region und haben vielfältige Möglichkeiten, zu potenziellen Geschäftspartnern Kontakte zu knüpfen. NRW.International bietet regelmäßig eine Unternehmerreise zur WIN oder eine Messebeteiligung an.

www.win-fair.com

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