Checkliste Außenwirtschaft

Checkliste mit grundsätzlichen Haupterfolgsfaktoren im Exportgeschäft:

  • Engagement und Ressourcen: Der Aufbau von Exportmärkten kann viel Zeit, Geld und Ressourcen kosten. Nachhaltig stabile Erträge sind meistens erst mittel- bis langfristig zu erwarten. Basis des Erfolgs ist neben der entsprechenden Ausdauer eine langfristige Planung.
  • Produkt/Dienstleistung: Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung muss im internationalen Wettbewerb bestehen. Sie treffen auf zusätzliche Mitbewerber. Die Kundenbedürfnisse können sich wesentlich von denen Ihrer Heimatmärkte unterscheiden. Auch andere technische Normen und rechtliche Anforderungen sind zu berücksichtigen. All dies erfordert unter Umständen eine entsprechende Anpassung ihrer Produkte und Dienstleistungen hinsichtlich verschiedener Kriterien, wie beispielsweise Design, Qualität oder Preis.
  • Marketing und Vertrieb: Bei der Erschließung neuer Märkte ist ein entsprechendes Marketing unabdingbar. Ihre heimischen Märkte kennen Sie in und auswendig - wie sieht es aber mit den neuen, ausländischen aus? Eine Untersuchung des ausländischen Zielmarktes und eine detaillierte Marketingplanung sind mitentscheidend für den Erfolg. Gleiches gilt für den Vertrieb und den Aufbau von Vertriebsstrukturen.
  • Management: Das Exportgeschäft erfordert viel Zeit vom Management und kann eine große Ablenkung vom inländischen Geschäft bedeuten. Besitzt Ihre Firma die erforderliche Managementkapazität zum Auf- und Ausbau des Exportgeschäfts? Müssen Sie das Managementteam verstärken? Eventuell mit im Exportgeschäft erfahrenen Fachleuten?
  • Liefer- und Produktionskapazität: Sollten Sie Exportaufträge erhalten, müssen diese korrekt und unverzüglich erledigt werden. Besitzt Ihre Firma entsprechende Produktions- und Lieferkapazitäten? Wie  schnell können bestehende Kapazitäten erweitert bzw. aufgebaut werden? Sollte der Aufbau neuer bzw. die Erweiterung bestehender Kapazitäten nicht möglich oder gewollt sein, besteht auch die Möglichkeit der Lizenzierung an Dritte.
  • Finanzierung/Absicherungen/Bürgschaften: Der Aufbau eines Exportgeschäfts und die Erschließung ausländischer Märkte erfordern einen nicht unerheblichen Einsatz finanzieller Mittel. Insbesondere die Kosten für Marketing und Vertrieb sowie Personal und Reisetätigkeit sollten Sie nicht unterschätzen - später können Kosten für den Aufbau eigener Vertriebsstrukturen und Servicebüros hinzukommen. Besitzt Ihr Unternehmen die finanzielle Stärke, die für den nachhaltigen Aufbau eines Exportmarktes benötigt wird? Unterschätzen Sie die Kosten nicht und planen Sie sorgfältig. Hierzu finden Sie hier im Außenwirtschaftsportal-NRW umfangreiche Informationen und Ansprechpartner unter:
    Finanzierung
  • Informationsbeschaffung: Wenn Sie davon überzeugt sind, bereit zu sein, ist es wichtig, auf verlässliche Informationen und qualifizierte Hilfestellungen zurückzugreifen. Auf Basis umfassender und sicherer Informationen sowie mit der Unterstützung erfahrener Fachleute sollten Sie Ihre Exportaktivitäten planen und Ihre Entscheidungen treffen, nrw-export.de soll Ihnen hierbei behilflich sein. Es soll Sie zu qualitativ hochwertigen Informationen und kompetenten Ansprechpartnern rund um die Außenwirtschaft führen, damit Sie von Anfang an gut informiert die richtigen Entscheidungen treffen.
  • Interkulturelle Kommunkation / Sprachkenntnisse
    Die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation ist eine Schlüsselqualifikation für Führungskräfte in Politik, Wirtschaft und Verwaltung, auch in bislang eher regional bzw. national ausgerichteten kleinen und mittelständischen Unternehmen. Interkulturelle Kompetenz ist gefragt, wo Menschen mit unterschiedlichen Denkmustern, religiösen und moralischen Wertvorstellungen, Kommunikations-, Verhandlungs- und Führungsstilen geschäftlich verhandeln und zusammenarbeiten. Der Mensch muss sich im 21. Jahrhundert vermehrt nicht nur in einer, sondern in mehreren kulturellen Welten zurechtfinden, um agieren und erfolgreich Geschäfte durchführen zu können. Hierzu finden Sie hier im Außenwirtschaftsportal-NRW umfangreiche Informationen und Ansprechpartner unter:
    Verhalten im Ausland
  • Schützen Sie sich vor Wirtschaftsspionage und Wirtschaftskriminaliät (Konkurrenzausspähung)
    In unserer offenen Gesellschaft ist eine Fülle auch sensibler Informationen und Daten auf dem Markt erhältlich: in Fachzeitschriften, Dissertationen oder Produktbeschreibungen, in Datenbanken, auf Industriemessen oder im Internet. Die Verantwortung für den Schutz ihrer Betriebsgeheimnisse und ihres Know-hows liegt in erster Linie bei den Unternehmen selbst. Die Landesregierung versteht es aber als ihre Pflicht, der NRW-Wirtschaft dabei Hilfestellung zu leisten, sich vor Angriffen fremder Nachrichtendienste (Wirtschaftsspionage) oder Wettbewerber (Konkurrenzausspähung) zu schützen. Hierzu finden Sie hier im Außenwirtschaftsportal-NRW umfangreiche Informationen und Ansprechpartner unter:
    Wirtschaftsspionage, -kriminalität

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