Presseinfo vom 23.07.2010 Interesse der nordrhein-westfälischen Unternehmen an Außenwirtschaftsförderung trotz Krisenjahr gestiegen / Nordrhein-Westfalen weiterhin exportstärkstes Bundesland
Trotz ungemein schwieriger Rahmenbedingungen nutzten in 2009 mehr Unternehmen das Angebot der nordrhein-westfälischen Außenwirtschaftsförderung als im Vorjahr. Obwohl die Exportzahlen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes stark einbrachen, bewiesen über 770 kleine und mittlere Unternehmen Mut und unternahmen unter dem Dach des Landes erste Schritte ins Ausland.
Almut Schmitz, Geschäftsführerin der Außenwirtschaftsfördergesellschaft NRW.International, sieht sich in ihrem Konzept bestätigt: "Das Angebot der Außenwirtschaftsförderung wurde eng mit unseren Partnern aus Kammern, mit kommunalen Wirtschaftsförderern, Clustern, Brancheninitiativen sowie dem Wirtschaftsministerium erarbeitet. Die Kooperation dieser unterschiedlichen Partner hat gerade in der schwierigen wirtschaftlichen Lage der vergangenen Monate zu einem Programm geführt, das vielen Unternehmen neue Geschäftschancen vermitteln konnte."
Neue Zukunftsmärkte für nordrhein-westfälische Firmen erschlossen
Zudem wurden neben den traditionellen Handelspartnern in Europa auch verstärkt weiter entfernte, zukunftsträchtige Märkte in das Programm aufgenommen. So zog es die Unternehmen zum Beispiel in solch wachstumsstarke Länder wie Brasilien, Russland, Indien, China (sog. BRIC-Staaten), die Türkei oder Saudi-Arabien. "Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, neue Impulse für die kleinen und mittleren Unternehmen Nordrhein-Westfalens zu setzen, sie für neue Märkte zu sensibilisieren und ihnen zu ermöglichen, Kontakte auf diesen Märkten zu knüpfen", so Schmitz weiter. Entsprechend aufgeschlossen zeigen sich die Unternehmen für die neuen Wachstumsmärkte, deutlich mehr als noch im Vorjahr planten in 2009 Aktivitäten in diesen Ländern. Firmen mit maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen haben dort gute Einstiegschancen und stehen in der ersten Reihe, wenn der Exportmotor wieder an Fahrt gewinnt.
Nordrhein-Westfalen weiterhin Export-Land Nr. 1 – China Aufsteiger des Jahres
Als einer der größten Marktplätze Europas hat Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren von der besonderen Dynamik des Außenhandels profitiert. Entsprechend deutlich gingen die Zahlen in 2009 zurück. Das Außenhandelsvolumen lag mit 286,4 Milliarden Euro in etwa auf dem Niveau von vor fünf Jahren.
Der Export brach um 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Die Ausfuhren zum wichtigsten Partner Niederlande gingen sogar um fast 22 Prozent zurück, bewegen sich aber immer noch zwischen dem Niveau der Jahre 2006 und 2007. Dennoch blieb Nordrhein-Westfalen im deutschlandweiten Vergleich exportstärkstes Bundesland. Ganz gegen den Trend stiegen die Ausfuhren nach China um 5,2 Prozent. Das Boomland wurde damit „Aufsteiger des Jahres 2009“ unter den nordrhein-westfälischen Handelspartnern. Es rückte vom zehnten auf den siebten Platz vor.
Die Anzeichen für eine Erholung des nordrhein-westfälischen Außenhandels mehren sich jedoch – im ersten Quartal 2010 stiegen die Exporte wieder um 8,5 Prozent, im April sogar um 17,1 Prozent.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung des nordhrein-westfälischen Außenhandels in 2009/2010 enthält der Außenwirtschaftsbericht des Landes. Die Broschüre "Außenwirtschaft kompakt – Analysen – Projekte – Perspektiven – Außenwirtschaftsförderung Nordrhein- Westfalen 2009/2010" kann angefordert werden bei NRW.International, Völklinger Straße 4, 40219 Düsseldorf, Tel: 0211/710671-0, Fax: 0211/710671-20, E-Mail: alexandra.aulbach(at)nrw-international.de.
Die Publikation steht auch hier auf dem Außenwirtschaftsportal zum Download bereit (pdf).

