Presseinfo vom 04.07.2009 Russland – Der Rubel rollt wieder in normalen Bahnen

Delegationsreise in Begleitung von Wirtschaftsministerin Christa Thoben eröffnet neue Marktchancen
An ein Wachstum von jährlich rund acht Prozent hatte man sich sowohl in Russland als auch im Ausland fast schon gewöhnt. Der deutsche Export hatte sich vor diesem erfreulichen Hintergrund bis 2008 in nur fünf Jahren fast verdreifacht. Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise und der Verfall der Rohstoffpreise haben diesem Trend nun zunächst einmal ein Ende gesetzt. Doch die Krise bietet durchaus auch Chancen – diese können Unternehmen Ende August auf einer Delegationsreise in Begleitung der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christia Thoben ausloten.

Die Wirtschaftskrise sorgt unbestritten für Turbulenzen in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Russland. Der Export wird deutlich schwieriger, aber umgekehrt eröffnet die Rubelabwertung zusätzliche Investitions- und Einkaufschancen. Außerdem ist in viele Planungen nun mehr Realismus eingekehrt und hat die Abschwächung auch manche gefährliche Überhitzungserscheinung beseitigt.

Trotz aller Negativmeldungen bleibt Russland für die deutschen Unternehmen ein strategischer Partner. So zahlte es sich schon 1998 aus, als Russland sich für bankrott erklärte, dass gerade deutsche Firmen im Land blieben und vom Aufschwung danach kräftig profitierten. Zudem hat sich an der Grundkonstellation nichts geändert: Russland bleibt ein Markt mit 140 Millionen Menschen und einem enormen Nachholbedarf – sei es bei Maschinen und Anlagen oder Konsumgütern. Dazu wird der Staat nicht umhin können, gigantische Infrastrukturprogramme anzuschieben – etwa bei der Modernisierung von Kraftwerken, Stromleitungen, Straßen- und Schienennetzen, Flughäfen. Ohne ausländische Partner kann Russland das nicht stemmen. Und Deutschland steht weiter hoch im Kurs.

Die Delegationsreise unter dem Titel "NRW goes to Russia 2009" gibt Unternehmen Gelegenheit zur Pflege bestehender Geschäftsverbindungen und einer Analyse der neuen Marktgegebenheiten. Die Reise wird begleitet von der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben, deren Haus die Reise im Rahmen der Außenwirtschaftsförderung des Landes finanziell unterstützt. Gerade beim Einstieg in schwierige Märkte kann eine solche Begleitung investitionsinteressierten Unternehmen Türen öffnen und Kontakte mit der Wirtschaft, Verwaltung und Politik des Ziellandes anbahnen, die ansonsten nicht zustande gekommen wären.

Schwerpunktmäßig richtet sich die Reise an Unternehmen aus den Branchen Automobil/Dienstleistungen, Maschinenbau/Metall, Bauwirtschaft/Energie/Logistik, Gesundheitswesen und Chemie/Elektrotechnik, ist aber auch für Unternehmen anderer Branchen offen. Veranstaltet wird sie von den Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit NRW.International. Für jede Gruppe wird ein maßgeschneidertes Programm aus Fachgesprächen, Kooperationsbörsen, Firmenbesuchen und Kontakten zur Administration angeboten. Jede Gruppe wird speziell von einer IHK betreut. Zwischen dem gemeinsamen Startpunkt Moskau und dem Zielpunkt St. Petersburg bereisen die einzelnen Gruppen jeweils solche Regionen, die für die jeweiligen Branchen besonders interessant sind.

Das ihk magazin der IHK Düsseldorf beschäftigt sich in der Ausgabe 06/2009 ausführlich mit der aktuellen Situation in Russland und der Reise "NRW goes to Russia", unter anderem in einem Interview mit der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben. Das Heft steht auf den Seiten der IHK Düsseldorf (www.duesseldorf.ihk.de/magazin) zum Download zur Verfügung.

Die Broschüre zur Veranstaltung finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Delegationsreise erhalten Sie bei:

Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf
Dr. Gerhard Eschenbaum
Stv. Hauptgeschäftsführer und Leiter der Abteilung Außenwirtschaft
Telefon: 0211/3557-220
E-Mail: eschenbaum@duesseldorf.ihk.de
www.duesseldorf.ihk.de

Naira Kreher
Leiterin des Russland Kompetenzzentrum Düsseldorf
Telefon: 0211/3557-300
E-Mail: kreher(at)duesseldorf.ihk.de
 

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