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Deutsch-Niederländisch-Flämischer Wirtschaftsdialog: AgroFood als grenzüberschreitender Wachstumstreiber und Krisenüberwinder

Rund 100 Teilnehmer aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden tauschten sich gestern (21.11.12) unter dem Titel "Lebensmittelproduktion – Wachstumstreiber in einer innovativen Region" aus. Wichtigstes Ergebnis der Veranstaltung: Mit grenzüberschreitenden Kooperationen können Unternehmen und Initiativen nicht nur ihre eigene Zukunftsfähigkeit, sondern die einer ganzen Region steigern.

Der AgroFood-Sektor hat bereits eine große Bedeutung in den beteiligten Ländern. So sind allein in der Region Niederrhein rund 11.000 Arbeitnehmer in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion beschäftigt. Damit zählt der Sektor zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren, der sich auch während der jüngsten Finanzkrisen als äußerst stabil erwiesen hat. Ausschlaggebend hierfür ist die dichte Wertschöpfungskette im Lebensmittelbereich, die von der landwirtschaftlichen Erzeugung über die handwerkliche und industrielle Herstellung bis hin zum Einzelhandel reicht. Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützen die Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Ziel des Wirtschaftsdialoges auf Schloss Dyck in Jüchen war, bereits bestehende transnationale Kooperationen aufzuzeigen und herauszufiltern, welche darüber hinausgehenden Initiativen noch möglich sind. Überhaupt stand der grenzüberschreitende Dialog im Fokus der Veranstaltung. Teilnehmer aus allen drei Ländern hatten ausreichend Gelegenheit, sich über die zu meisternden Herausforderungen, aber auch die Chancen, die sich durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit ergeben, auszutauschen.

Ein "Europa ohne Grenzen" wünschten sich die Initiatoren der sog. "Porter Studie", eine Untersuchung über grenzüberschreitende Wirtschaftskraft im AgroFood-Bereich in den Regionen Venlo und Niederrhein. Ergebnis: Es gibt bereits zahlreiche grenzüberschreitende Kooperationen. Zwei erfolgreiche Projekte wurden im Laufe der Veranstaltung näher vorgestellt: FOOD FUTURE und Food 2 Market, die Unternehmen aus dem deutsch-niederländisch-flämischen Grenzbereich bei der Umsetzung von Innovationen und neuen Technologien unterstützen und Möglichkeiten aufzeigen, über die Grenzen hinweg tätig zu werden.

Zudem konnten sich die Teilnehmer auf sechs Workshops unter anderem zu den Themen "Ressourceneffizient produzieren", "Food Chain Management" oder "Corporate Social Responsibility" austauschen. Politische Unterstützung erhielten Teilnehmer und Veranstalter vom Landrat des Rhein-Kreises Neuss, den Generalkonsulen der Niederlande und Belgien sowie dem Deputierten für Wirtschaft der Provinz Limburg, die in ihren Grußworten die Bedeutung der grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterstrichen. 

Nach fünf Stunden intensiver Zusammenarbeit wurden das neu gewonnene Wissen im abschließenden Get-Together weiter ausgetauscht, neue Ideen geformt und grenzüberschreitende Kontakte geknüpft. 

Deutsch-Niederländisch-Flämischer Wirtschaftsdialog

Veranstalter des Deutsch-Niederländisch-Flämischen Wirtschaftsdialogs waren der Rhein-Kreis Neuss, das Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande, NRW.International GmbH, Greenport Venlo, die Rabobank sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rhein-Kreises Neuss.