Im Fokus: Energie- und Umweltprojekte in Ghana und Südafrika

Mit Ghana und Südafrika stehen zwei afrikanische Länder auf dem diesjährigen Programm der NRW-Außenwirtschaftsförderung, die großes Potenzial bieten für NRW-Unternehmen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Umwelttechnologien. Eine Unternehmerreise im November 2013 bietet intensive Einblicke vor Ort.

Ghana: Ungebremstes Wachstum

Die Wirtschaft Ghanas wächst stetig: Nach 7,6 Prozent in 2012 werden für das laufende Jahr erneut rund 8 Prozent erwartet. Korruption und Kriminalität spielen in dem westafrikanischen Land kaum eine Rolle, Ghana gilt als stabilstes Land in der Region. Folge der guten wirtschaftlichen Entwicklung ist unter anderem ein massiv steigender Strombedarf, zumal rund 30 Prozent der Bevölkerung noch gar nicht ans Stromnetz angeschlossen sind. Doch die Regierung steuert gegen und hat 2012 ein „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ verabschiedet; Einspeisetarife sollen noch in diesem Jahr folgen. Die ehrgeizigen Ziele sehen vor, dass bis 2020 90 Prozent des Bedarfs aus konventionellen Energien und zehn Prozent aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Im gleichen Zeitraum soll die gesamte Bevölkerung Ghanas an das Netz angeschlossen sein oder einen dezentralisierten netzunabhängigen Stromanschluss haben.

WACEE – Informationsplattform für Clean Energy

Während des Besuchs in Accra steht unter anderem die Messe WACEE – West African Clean Energy and Environment Exhibition & Conference – auf dem Programm. Die WACEE ist derzeit die führende Messe für the Clean Energy in West Afrika. Sie zeigt unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Öl, Gas, Wasser und Abfallmanagement. Parallel findet eine Konferenz mit zahlreichen interessanten Fachvorträgen statt. 

Südafrika: Enge Wirtschaftsbeziehungen mit viel Potenzial

Südafrika ist seit Jahren der wichtigste Handelspartner Deutschlands auf dem afrikanischen Kontinent. Gemeinsam wollen die beiden Länder die infrastrukturelle Entwicklung am Kap vorantreiben. Zudem hat sich auch die südafrikanische Regierung zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren verstärkt in den Ausbau Erneuerbarer Energien zu setzen. Mit der Initiative „SARi“ (South African Renewables Initiative) sollen südafrikanische und internationale Finanzierungsmittel sowie Know-how über diesen Sektor mobilisiert werden.

Unternehmerreise zur Markterkundung

NRW-Firmen aus den genannten Bereichen können mit der Unternehmerreise vom 10. bis 16. November 2013 den Startschuss für ein wirtschaftliches, nachhaltiges Engagement auf dem afrikanischen Kontinent setzen. Ziele sind– neben der intensiven Markterkundung –  die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen und dabei gleichzeitig die Risiken im Auge zu behalten.

Vorbereitungsveranstaltung am 10. September 2013

Zur Vorbereitung auf die Reise und allgemeinen Information über die beiden Zielmärkte findet am 10.09.2013 eine Veranstaltung unter dem Titel „Marktchancen und Finanzierungsmöglichkeiten für Energie- und Umweltprojekte in Ghana und Südafrika“ statt. Vertreter der Auslandshandelskammern aus Ghana und Südafrika stehen ebenso Rede und Antwort wie Finanzexperten und Unternehmer, die bereits aktiv sind in Afrika. Die Veranstaltung findet statt in der NRW.BANK in Düsseldorf. 

Ihr Ansprechpartner

Stephanus Lintker, EnergieAgentur.NRW
Tel. +49 211 86642-12
E-Mail: Lintker(at)energieagentur.nrw.de

Die Unternehmerreise nach Ghana und Südafrika ist ein Projekt im Rahmen von NRW.International und wird gefördert vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium. Als Partner sind beteiligt die EnergieAgentur.NRW sowie die IHK Mittlerer Niederrhein.