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Minister Duin besucht IHK und Hugo Miebach GmbH: Round-Table-Gespräch zum Thema Außenwirtschaft

"In der Region der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund sind rund 4.000 Unternehmen im Außenhandel aktiv. Der Erfolg dieser Unternehmen im Ausland lässt sich an zwei Zahlen festmachen: 2012 erzielten diese produzierenden Unternehmen im IHK-Bezirk einen Auslandsumsatz von beinahe sechs Milliarden Euro. Das führte zu einer Exportquote von 40,8 Prozent", sagte IHK-Präsident Udo Dolezych in seiner Begrüßung anlässlich des Round-Table-Gesprächs mit NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin und zahlreichen Vertretern des IHK-Außenwirtschaftsausschusses. Um sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der regionalen Wirtschaft zu machen, besucht Duin alle 16 Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen für jeweils einen Tag. Zum Auftakt dieser Besuchsreihe war er Gast in Dortmund.

„Das werte ich als eine besondere Wertschätzung unserer IHK - die in diesem Jahr 150 Jahre jung wird - und als ein besonderes Signal an unsere Region. Aber wir haben ja auch einiges zu bieten", sagte Dolezych. In der Region gebe es viele Unternehmen, die international erfolgreich seien, deren Produkte weltweit einen hervorragenden Ruf und somit Anteil daran hätten, dass Nordrhein-Westfalen das exportstärkste Bundesland vor Baden-Württemberg und Bayern bleibt. 

Auch Minister Duin griff diesen Aspekt auf. "Über die Außenwirtschaft unterhalte ich mich besonders gern mit Unternehmen aus dieser Region. Insgesamt wurden 2012 Waren für fast 182 Milliarden Euro aus NRW ausgeführt, das waren 3,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Unsere Unternehmen nehmen die Chancen und Herausforderungen der Globalisierung an. Vor allem der Mittelstand verstärkt in erfreulicher Weise seine Internationalisierung und schafft dadurch auch mehr Arbeitsplätze im Inland." 

"Dieser Erfolg im Export sichert und schafft Arbeitsplätze. So hängt heute jeder zweite Arbeitsplatz in der Industrie direkt oder indirekt vom Export ab. Das ist ein Grund mehr, alles dafür zu tun, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen zu stärken und ihren Produkten und Dienstleistungen den Weg ins Ausland zu ebnen", sagte Dolezych. Er unterstrich, wie sehr die IHKs ihren Mitgliedsunternehmen mit Rat und Tat bei der Erschließung der ausländischen Märkte zur Seite stehen. So wurden 2012 in NRW über 430.000 Ursprungszeugnisse und Bescheinigungen ausgestellt, mehr als 300 Unternehmensvertreter nahmen an 19 IHK-Delegationen ins Ausland teil und rund 18.000 Teilnehmer besuchten IHK-Veranstaltungen zum Thema Außenwirtschaft. 

Dolezych würdigte die NRW.International GmbH, die von den Kammern und der NRW.Bank getragen wird, als wirksames, die Selbstverwaltung der Wirtschaft stärkendes Instrument zur Außenwirtschaftsförderung. 

Nach der Gesprächsrunde statteten Duin, Dolezych und IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz der Hugo Miebach GmbH in Dortmund einen Besuch ab. Bei dieser Gelegenheit erläuterte Geschäftsführer Wolfgang Matthias, Mitglied des IHK-Außenwirtschaftsausschusses, die umfangreichen außenwirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens, das Schweißmaschinen für die weltweite Stahlindustrie produziert. 

Gleichzeitig nutzte Matthias die Gelegenheit und wies auf die Herausforderungen der Energiewende hin. "Die Miebach Firmengruppe arbeitet einerseits als Dienstleister und Zulieferer für energieintensive Unternehmen in der Stahlbranche, auf der anderen Seite benötigt auch unser Zementwerk in Erwitte viel Energie. Angesichts steigender Strompreise sollte die Politik bei ihren Entscheidungen das Wohl der Unternehmen nicht aus den Augen verlieren. Unsere Wirtschaft braucht faire Bedingungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben."