Haaß Sanitär-Heizung in Mönchengladbach

Der Handwerksbetrieb Haaß ist in den Bereichen Heizung, Sanitär, Klimatechnik, Umwelttechnik und Schwimmbadtechnik aktiv. Seit 1990 konzentriert sich das Unternehmen auf umweltschonende Energieformen wie Solaranlagen, Regenwassernutzung, Holzpellets und Wärmepumpen. Für energiesparende Technik sieht Handwerksmeister Georg Haaß in England gute Marktchancen für deutsche Firmen.

Branche Handwerk
Gründungsjahr 1987
Mitarbeiter 27
Internet www.haass-haustechnik.de

„Bei englischen Hausbesitzern haben deutsche Baufirmen einen hervorragenden Ruf“

Über die Teilnahme an Fachmessen in England hat sich der Mönchengladbacher Heizungs- und Sanitärinstallateur Georg Haaß mit den Besonderheiten des britischen Markts vertraut gemacht – und hat lohnende Aufträge mitgebracht.

Mit einer groß angelegten Initiative will die englische Regierung bis 2020 rund sieben Millionen Haushalte energieeffizienter machen. Außerdem soll die CO2-Emission von großen Unternehmen und staatlichen Organisationen deutlich reduziert werden.

Dass auch deutsche Firmen davon profitieren können, weiß Georg Haaß, Eigentümer der Haaß Sanitär Heizung in Mönchengladbach. Er hat an Fachmessen in England teilgenommen und auf Anhieb Aufträge hereingeholt. Pluspunkte deutscher Firmen: gute Facharbeiter, hohe Qualität. Haaß: „Immobilienverkäufer werben mit deutscher Wertarbeit.“ Er rät Firmen, sich in England selber schlauzumachen: „Der Markt hat seine Besonderheiten.“

Wie ist Ihr Handwerksbetrieb nach England gekommen, Herr Haaß?

Wir waren zwei Mal mit NRW.International auf der „Interbuild - International Building and Construction Exhibition“ in Birmingham. Auf einem Gemeinschaftsstand des Bundeswirtschaftsministeriums hat unser Unternehmen Leistungen im Bereich Heizung und alternative Energie angeboten. Beim ersten Messeauftritt konnten wir Kontakte knüpfen, beim zweiten Mal gab es gleich Aufträge.

Wer waren Ihre Auftraggeber?

Kontakte hatten wir auf der Messe überwiegend mit privaten Investoren. Von denen kamen auch die Aufträge: Dabei handelte es sich um die Sanierung eines großen Wohnhauses mit mehreren Einheiten sowie um die Modernisierung der Sanitär- und Heizungsanlagen in zwei Einfamilienhäusern.

Warum sind deutsche Handwerker in England überhaupt gefragt?

Ausbildung und Facharbeiterqualifikation in England sind mit dem, was wir in Deutschland vorweisen können, nicht zu vergleichen. Deshalb fehlt dort gut ausgebildetes Personal. Hausbesitzer wissen deshalb die Qualität deutscher Handwerker durchaus zu schätzen. Hausverkäufer und Makler heben oftmals ausdrücklich hervor, dass deutsche Facharbeiter am Bau beteiligt waren, und steigern damit den Wert einer Immobilie. 

Welche Schwierigkeiten hatten Sie beim Markteintritt in England zu meistern?

Man muss vor allen Dingen Personal haben, das mit der Sprache zurechtkommt und auch bereit ist, die Woche über in England zu bleiben.

Die Vorhaltung von Materialien ist dort bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei uns. Wir haben deshalb aus logistischen Gründen alles aus Deutschland mitgenommen. Das zu organisieren war oftmals nicht einfach.

Aufpassen sollten Firmen auch bei der Kalkulation ihrer Preise. Der Materialtransport per Fähre oder Zug kann kräftig ins Geld gehen. Ein großes Risiko sind auch Veränderungen beim Wechselkurs zwischen Pfund und Euro.

Was empfehlen Sie Ihren Kollegen?

Eine gute Erfahrung ist es auf jeden Fall, wenn ein Handwerksbetrieb an einer Messe in England teilnimmt. Das ist eben ein ganz anderer Markt. Das einmal selber zu erfahren und zu beobachten, ist sicherlich nicht schlecht.