AHK-Geschäftsreise: Solar- und Windenergie in Kasachstan

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Zeitraum
Beginn: 17.06.2019 | Ende: 21.06.2019
Ort
Almaty, Kasachstan
Veranstalter
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Kontakt
Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien
Katharina Koch
Tel. +7 727 35610-61
v(at)ahk-za.com
Renewables Academy (RENAC) AG
Céline Kittel
Tel. +49 30 5268958-75
kittel(at)renac.de

Vom 17. bis 21. Juni 2019 findet eine AHK-Geschäftsreise zum Thema Solar- und Windenergie in Kasachstan statt.

Auf einer Fachkonferenz am 18.06.2019 in Almaty stellen Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen dem kasachischen Fachpublikum vor. An den darauffolgenden Tagen organisiert die AHK für Sie individuelle Termine bei kasachischen Entscheidungsträgern und potenziellen Geschäftspartnern. Ihre Wünsche werden im Vorfeld mit Hilfe eines Unternehmensfragebogens abgefragt und dann bei der Auswahl der Gespräche berücksichtigt.

Diese Geschäftsreise richtet sich insbesondere an deutsche Unternehmen aus der Zuliefer-Industrie für Wind- und Photovoltaikanlagen (BOS, Hybridsysteme, Off-Grid-Systeme), sowie Berater für Potentialstudien, Technical Due Diligence und Netzstudien.

Zielmarkt Kasachstan

Kasachstan, das flächenmäßig größte Land Zentralasiens, hat das Ziel, bis 2025 seinen Anteil an erneuerbaren Energien (EE) in der Stromproduktion von derzeit 1 % auf 6 % auszubauen. Die garantierte Abnahme für mit Solar- oder Windenergie produzierten Strom ist gesetzlich verankert. Die Stromabnahmeverträge (PPAs) laufen in der Regel 15 Jahre. 2018 wurde in der Republik zum ersten Mal der neu eingeführte Auktionsmechanismus getestet. Die insgesamt zwei Ausschreibungsrungen führten zu Sicherung von, laut staatlichem Netzbetreiber KOREM, insgesamt 857.93 MW EE-Kapazitäten (von anvisierten 1 GW), davon 290 MW Solar, 620 MW Wind, 75 MW Wasserkraft und 15 MW Biomasse-Erzeugung. Der niedrigste gebotene Einspeisetarif für Photovoltaik liegt bei 4ct/kWh und für Wind bei 0,3ct/kWh. Die Beteiligung von 113 Bietern aus neun Ländern wird als Zeichen für das große Interesse am kasachischen EE-Markt gesehen.

Um auch die dezentrale Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu unterstützen, erstattet der kasachische Staat über das eigens eingerichtete Abrechnungs- und Finanzzentrum jeden Stromverbraucher 50 Prozent seiner Kosten für den Erwerb von EE-Anlagen mit einer Leistung bis 5 kW. Diese Maßnahme soll vorwiegend landwirtschaftliche Betriebe und andere Verbraucher in ländlichen Gebieten unterstützen. Im Zusammenhang mit der Weidenlandbewässerung in den Steppen, haben landwirtschaftliche Betriebe die Möglichkeit staatliche Zuschüsse von bis zu 80 % für die Installation einer EE-Anlage in Anspruch zu nehmen. Schwerpunkt der internationalen Entwicklungsbanken in Kasachstan ist daher auch die Finanzierung dieser EE-Kraftwerke.

Deutsche Firmen können sich dies zunutze machen. Denn mehr als 5.000 Siedlungen und tausende, meist alleinstehende Bauernhöfe sind in Kasachstan ohne Stromanschluss. So bietet das Land auch Chancen gerade im Hybrid-, und Off-Grid-Geschäft. Auch hierzu soll die AHK-Reise Gelegenheit bieten.

Link

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) - Exportinitiative Energie